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Rundbrief 5

RUNDBRIEF VOM 31.01.2005

IHR LIEBEN,
viel, viel hat sich getan seit meiner „Deutschand-Tour“, die zwar erst eine Woche zurückliegt, jedoch schon seit einer halben Ewigkeit vergangen zu sein scheint. In Deutschland hatte ich manchmal fast den Eindruck, dass der Tsunmai und seine Folgen schon fast wieder „out“ sind, doch das entspricht absolut nicht der Realität vor Ort und wir brauchen wohl noch jahrelang die Unterstützung der „reichen“ Welt, um den Opfern der Katastrophe zu einem freien und selbstbestimmten Leben verhelfen zu können. So bitte werdet nicht taub, stumm und blind!

...Heartkids erblüht....

Hier in News:

1. Wir haben gestern unseren ersten offiziellen „Heartkids-Day“ in einem Zentrum für wohnungslose Kinder gestaltet und es war mehr als ein voller Erfolg! Unser Programm kam unglaublich gut an und die Kinder werden noch sehr lange von diesem wunderbaren Tag zehren können... In Kürze:
- „Kerzen-Herz“: Anzünden von Kerzen in Erinnerung an die Tsunami-Opfer bei besinnlich-lebendiger Musik.
- Tanzen: zu tamilischer Filmmusik, was die Kids total lieben (den CD-Player und die CDs werden wir dem jeweiligen Center immer schenken)
- Malen: die Kinder bekommen Papier und Stifte und werden dazu aufgefordert, ihre Erinnerungen an den Tsunami-Tag bildlich auszudrücken. Danach rufe ich sie einzeln zu mir und lasse sie erzählen (mit Dolmetscher). Es sprudelt nur so aus ihnen heraus... Es sind Geschichten, die wir uns nicht vorstellen können, die an Angst und Schrecken kaum zu übertreffen sind – und es berührt so tief. Besonders schwer getroffene Kids (Waisen und Halbwaisen) „adoptieren“ wir sofort als Patenkinder.
- Schmeichelherzen: jedes Kind bekommt ein kleines Herz aus Stoff geschenkt, in Deutschland genäht von Schulklassen, einem Internat für blinde Kinder, Kindern und Jugendlichen in der Psychiatrie und von anderen SchneiderInnen . Alle fahren auf diese Herzen ab und es ist sehr süß zu beobachten, wie selbst coole 16-jährige Jungs sich das Stoffherz um den Hals hängen...
- Friedenstanz: alle Kinder (gestern waren es an die 200) machen einen großen Kreis und wir tanzen gemeinsam einen Friedenstanz („Walking tree“ von Kailash) und singen das Friedenslied „OM SHANTI OM“. Ich glaube, das war unser Highlight... So still. Und tief. Und voller Liebe füreinander.
- nach unserer Abfahrt bekommt jedes Kind ein neue Kleidung (haben wir bereits davor eingekauft in den passenden Größen) und das Zentrum bekommt unterschiedliches Spielzeug zur Verfügung (Springseile, Cricketschläger, Bälle, Autos...), das sich die Herzenskinder zukünftig ausleihen können.

Wir werden in den nächsten Monaten jedes Wochenende an Indiens Ostküste sein, um an ganz unterschiedlichen Orten einen Heartkids-Day zu gestalten.

2. Neben dem Heartkids-Day, der Vermittlung von Patenschaften und dem Bilden von Heartkids-Familien für Waisenkinder in Tiruvannamalai haben wir mittlerweile ein viertes Heartkids-Tsunami-Projekt: das „Fischerfamilien-Empowerment-Programm“:
Problem ist, dass die arbeitslosen Fischer den von der Regierung gezahlten Schadensersatz vertrinken – Alkohol schon am morgen... Es gibt nicht genügend Holz, um die armen Familien mit den kleinen Holzbooten zu versorgen, so dass es nichts zu tun gibt für diese Menschen. Bevor die arbeitslosen Fischer als Alkoholiker enden, werden wir die Fischerdörfer an der Küste „abklappern“, dort jeweils ein großes Gemeinschaftszelt als Dorf-Treffpunkt errichten und eine Woche vor Ort bleiben (wir haben eine französische Freundin, die dies mit viel Freude tut), um sogenannte „Fischer-Gemeinschaften“ zu bilden: je 7 Familien, die sich mit dem Geld der Regierung ein großes Boot kaufen und dieses dann gemeinsam nutzen. Die Frauen werden die Gemeinschaften verwalten. Wir werden diese Dörfer danach regelmäßig besuchen um zu sehen, wie es läuft. Und wir werden die Meeting-Zelte auch als Anlaufstelle für die Kinder nutzen, so dass wir direkt auf ihre Bedürfnisse eingehen können.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, wir fangen wohl noch diese Woche mit unserem neuen Projekt an.

3. Wir haben jetzt ein 12-köpfiges deutsch-österreichischen Heinzelmenschen-Team in eben diesen Ländern, das mich bei meiner Arbeit tatkräftig unterstützt. Bezüglich Spendenquittungen, Promotionsarbeit (Fotos, Slideshows, Flyer...), Begleitung von Veranstaltungen, Übersetzung u.ä. sind sie nun emsige Helfer und ich erlaube mir dann und wann, in Mails an sie weiter zu verweisen bzw. eure Anliegen direkt an sie weiterzuleiten. Sonst werde ich der täglichen Mail- und Arbeitsflut nicht mehr gerecht. Danke!

4. Wir haben jetzt einen Heartkids-Song! Er wurde von meinem lieben Freund und 2. Heartkids-Vorsitzenden Stephan komponiert, ist wunderschön, kommt hier bei jung und alt total gut an und ich wünschte, er wird bald ein Welthit – love rules the world ... Wer Interesse an dem Lied hat, kann sich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

5. Unsere Homepage wächst täglich und schmökert doch einfach mal ein bisschen darin herum, wenn euch nach merh Heartkids-Infos ist. www.heartkids.info

6. Ich werde ab Anfang Mai für ca. 8 Wochen in Deutschland sein, um von der Heartkids-Arbeit in Indien zu berichten. Mein Programm füllt sich bereits und ich würde euch bitten, mir rechtzeitig bescheid zu geben, wenn ihr mich gerne zu einem Foto-Vortrag oder sonst einem Happening  einladen möchtet!

7. Der Tsunami hat viel Schaden angerichtet. Doch zugleich sehe ich darin eine große Möglichkeit, dass wir endlich die EINE Welt werden, die wir sind. Es mag utopisch sein, doch das Potential für eine große Menge mehr Mitgefühl und Sorgsamkeit füreinander ist da. Es ist so leicht, die Welt zu einem friedvolleren Ort zu machen, wenn wir nur den Mut dazu haben und unsere Faulheit überwinden... So, nun genug der Moralpredigt .

VON HERZEN ALLES LIEBE!!!

Judith Christina

Rundbrief 4

RUNDBRIEF 19.01.05

Ihr Lieben,

Kurz zur Übersicht die drei geplanten Tsunami-Heartkids-Projekte:

1. Trauma-Arbeit: in 11 Child-Care-Centers (dort halten sich die wohnungslosen Kindern am Abend und am Wochenende auf) werden wir ab Ende Januar ein 3-5-stündiges "Programm" durchführen mit Malen, Erzählen, Tanzen, Massagen etc. Wir werden dazu jedes Wochenende ins Flutgebiet fahren und damit über 1000 Kinder erreichen. Ich freue mich schon sehr darauf...
Den Kindern wird das gebrauchte Material natürlich geschenkt und die in den Zentren arbeitenden Volunteers/Ehrenamtlichen bekommen ein Training, damit sie weiterhin mit den Kindern auf diese Art und Weise "spielen" können.

2. Waisenkinder: in Tamil Nadu gibt es, wie bereits erwähnt, sehr viele neue Waisenkinder.
Wir werden nächste Woche in Tiruvannamalai ein grosses Stück Land kaufen (das war bereits vor der Flut geplant) und dort viele kleine Häuschen bauen: einen Raum für die Heartkids-Gruppe, einen Raum mit Computern für Computer-Kurse für junge Frauen, einen Kreativitätsraum für Spiel, Tanz, Malen etc., ein kleines Office, einen Spielplatz - und drei Häuschen für je 7 Waisenkinder mit einer Hausmutter bzw. Hauseltern. Ausserdem werden wir uns eine Kuh zulegen (die Kids haben sich bereits für einen Namen entschieden :-)...) und zwei Ziegen, zwei Schafe, einen Hund, 2 Katzen und ein paar Hühner. Wir werden eine Küche haben, damit wir den Kindern warmes Essen bieten können - und wir werden sehen, was weiter geschieht. Wir möchten gemeinsam einen Ort schaffen, an dem die Kinderherzen erblühen können... Und wir sind alle voller Vorfreuede.

3. Patenschaften: ich bin auf der Suche nach Menschen, die eine Patenschaft für ein Kind in Süd-Indien übernehmen möchten. Es geht weniger um die 10 EURO im Monat (aber die brauche ich auch :-)...), als viel mehr um das Gefühl für das Herzenskind: ES IST JEMAND DA. Die Kinder haben alles verloren, zum Teil nicht nur die Häuser, sondern auch viele Angehörige - und Freundschaft bedeutet in Indien sehr viel. Wenn also diese Kinder wissen, dass sie von nun an "einen Freund, eine Freundin" im Ausland haben, ein Foto von diesem besitzen und monatlich Kleidung, Nahrungsmittel, Schulmaterial und Medikamente (falls notwendig) bekommen (das arrangiert natürlich Heartkids e.V.), dann ist das wahre Seelennahrung.
Ich habe ein Dorf an der Küste ausgesucht, das ich gerne komplett mit PatInnen versorgen würde, es haben dort gut 200 Kinder überlebt.
Ich hätte gerne ein Foto von den Interessenten (am besten per Mail) und ein paar Daten zum Leben, damit ich ein Kindlein aussuchen kann, das "passt". Es ist mir wichtig, dass Kontakt entsteht - per Post oder per E-Mail über mich. Und es ist mir wichtig, dass es zunächst Mädchen sind, da diese in Indien ohnehin und nun nach der Flut besonders zu kurz kommen. Es geht darum, diesen Kindern eine abgeschlossene Ausbildung zu ermöglichen - was ohne Patenschaften wohl kaum machbar ist. Wenn die Herzenskinder Anfang 20 sind, endet also die (finanzielle) Patenschaft. Sie kann natürlich auch jederzeit davor beendet werden und Heartkids arrangiert neue PatInnen...
Paten müssen keine Paare ab 30 sein :-), ich habe auch schon WG-Patenschaften, Patenschaften von Jugendlichen und Klassen-Patenschaften vermittelt.
Wir können, ihr könnt kreativ sein, Euch zusammen tun, eure Ideen tanzen lassen...

Ich bin gespannt und voller Freude, wie das alles weiter geht!

Von Herzen alles Liebe!

Judith Christina

P.S. Es mag vorkommen, dass ich mich bisweilen wiederhole, aber die Heartkids-Mitglieder werden ständig mehr und so schreibe ich manches doppelt, dass es möglichst viele Leute erreicht...

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Rundbrief 3

RUNDBRIEF 10.01.05

IHR LIEBEN,
ich weiss nicht, warum der Computer immer abstuerzt, wenn ich Rundmails an Euch schreibe, doch das war gad nicht das erste mal... Aber ich habe ja Zeit :-). Naja, eigentlich gar nicht, aber – anscheinend doch.
Vorgestern haben wir uns erneut aufgemacht gen Kueste, dieses Mal mit Stiften, Papier und Spielzeug im Gepaeck. Unser Ziel war Dhalankuda, ein besonders schwer beschaedigtes Dorf.
Wir haben 50 Kids zwischen 3 und 16 Jahren zusammen getrommelt (in ein Klassenzimmer), ihnen Papier und Stifte geschenkt und sie gebeten, sich an den Tag zu erinnern, an dem das Wasser kam. Und das zu malen. Und sie haben gemalt und gemalt und gemalt.
Danach habe ich die Herzenskinder in die Mitte des Kreises gebeten und sie ihre Geschichte erzaehlen lassen. Es ist nur so aus ihnen herausgesprudelt. Ein indischer Mann meinte: „Danach sind ihre Herzen frei“. Es ist zumindest ein Anfang auf dem Weg der Heilung von diesem „Flut-Trauma“.

Anitha (13)
"Ich war allein daheim, als das Wasser kam. Draussen haben alle geweint und geschrien, da bin ich in den 1. Stock geflohen. Ich habe runter geschaut und es kam total viel Wasser! Ich hatte total Angst. Nach der ersten grossen Welle hat mich mein Vater abgeholt. Mit ihm und meiner grossen Schwester Vanika bin ich in das naechste Dorf gerannt. Danach kam noch mehr Wasser ins Haus und jetzt ist alles total nass. Immernoch."

Arun (14):
“Niemand war zuhause, als das Wasser kam. Nur ich. Ploetzlich haben draussen alle geschrien, sind gerannt – ich hinterher. Doch das Wasser hat mich umgerissen. Mein Papa hat mich hochgezerrt und wir sind ins naechste Dorf geflohen. Jetzt ist unser ganzes Haus nass, doch wir haben keinen anderen Platz zu schlafen. Alles wurde weggeschwemmt. Immerhin habe ich das T-Shirt, das du mir letzte Woche geschenkt hast.“

Kalaivani (5):
„Meine Mama hat egrade gekocht, als draussen Laerm kam. Wir dachten, die streiten. Dann hat eine Frau geschrien: Wasser kommt! Dann bin ich ganz schnell weggerannt. Die ganze Kleidung ist weggeschwommen. Unser Kuechenzeug auch. Mein Papa war grad arbeiten. Meine Mama hat immer geschrien: Ich will leben! Papa lebt auch noch. Jetzt ist alles nass und voller Sand. Wir schlafen bei Oma.“

Varadha Rajan (14):
„Ich habe grad am Strand Fussball gespielt. Alle haben geschrien und ich habe sie gefragt warum. Niemand hat mir geantwortet. Dann sah ich, dass sehr, sehr schnell eine riesige Welle kam. Bin in irgendwein Haus gerannt, auf das Dach. Als das Wasser weniger wurde, bin ich in unsere Heutte, um Kleidung und Kuechensachen zu holen. PLoetzlich kam noch mehr Wasser, bis zum Hals, Vier Maenner haben mich rausgezogen und in Sicherheit gebracht. Ich kann nur ein bisschen schwimmen.
Im Dorf sind ueber 40 Leute gestorben, aber in meiner Familie leben alle.
Erst nach zwei Tagen kam die Regierung und hat uns erklaert, was passiert ist. Wasser und Essen haben sie aber nicht gebracht.
Meine Mama kann nachts nicht schlafen, weil sie immernoch Angst hat. Das Haus ist auch noch total nass und wir schlafen davor auf dem Boden.“

Rajini (5):
„Ich war grad in unserer Huette, als das Wasser kam, PLoetzlich haben alle geschrien und meine Mutter kam angerannt. Sie hatte nur ein Nachthemd an. Dann sind wir ganz schnell ins naechste Dorf gelaufen. Da hat jemand meiner Mama was zum anziehen gegeben. Auf meinem Bild sind die drei grossen Wellen...“

Ich glaube, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Die Kinder haben sich sehr gefreut, als ich ihre Bilder geschenkt haben wollte. Und morgen werde ich wieder vorort sein und sie besuchen, um zu sehen, wie es ihnen jetzt geht. Heute hat die Schule begonnen, eine Woche frueher als geplant – weil die Regierung die ueberlebenden Kinder zaehlen moechte, um neue Schulbuecher zu organisieren (viele Familien wurden ganz ausgeloescht, so dass die genauen Todeszahlen noch immer nicht feststehen).

Anbei ein paar Fotos und zwei englische Zeitungsartikel ueber Heartkids bzw. mich von einem amerikanischen Journalisten, den ich hier kennengelern habe und der am Samstag dabei war.

ALLES LIEBE AUS INDIEN!
Judith Christina
und die Heartkids-Crew

Rundbrief 2

IHR LIEBEN,

Es ist mal wieder Zeit fuer die Heartkids-News…

UNSER TRANSPORT
Gestern waren wir wieder an der Kueste, dieses Mal mit zwei Fahrzeugen, voll beladen: 1080 Seifen, 300 Schlafmatten, 130 Bettdecken, 250 Saris fuer Frauen, 40 Kleider fuer jugendliche Maedchen, 150 Kinder-T-Shirts, 100 Handtuecher (auch um Babies einzuwickeln) und eine ganze Menge gebrauchte Kleidung (von TouristInnen gespendet). Wir haben insgesamt an die 600 Menschen versorgt. …und es war ein langer Tag!
Mittlerweile wird davon abgeraten, die Waren persoenlich und direkt in den betroffenen Doerfern abzugeben - auch weil kuerzlich eine Helfer-Crew verpruegelt worden ist, nachdem nicht alle Betroffenen zufriedenstellend mit Nahrung und Kleidung versorgt werden konnten. Da man jedoch den indischen Behoerden nicht trauen kann, dass die Hilfsgueter tatsaechlich dort landen, wo sie hingehoeren, haben wir es vorgezogen, die Menschen trotzdem direkt aufzusuchen. Wir waren in zwei Hallen, in denen momentan die Menschen aus zwei Doerfern leben.
Besonders betroffen hat mich das Schicksal des Dorfes Tharhanguda, wo 100 Huetten und Haeuser dem Erdboden gleichgemacht worden sind. In der Halle lebten 60 Familien (insgesamt 250 Menschen) auf engstem Raum, jede Familie hat 1-2 Todesfaelle zu beklagen. Ich habe mit den Kindern gesprochen, sie gefragt, wie es war, als das Wasser kam. Schreckliche Geschichten, doch die Kinderherzen wirkten erleichtert, als sie ihre Erlebnisse erzaehlt hatten. Ein Maedchen war zum Beispiel gerade im ersten Stock, als das Wasser kam. Alleine. Die Mauern unter ihr sind zusammengebrochen, doch das Haus blieb stehen. Erst Stunden spaeter kamen ihre Eltern und retteten die Kleine vom Dach. Ein anderes Maedchen musste zusehen, wie ihre kleine Schwester ertrank, weil das Wasser zu tief fuer sie war. Und ein Junge erzaehlte, dass ihm das Wasser genau bis zur Nase reichte, nur auf Zehenspitzen stehend konnte er ueberleben. Und eine Frau hat ihr Baby hoch oben auf einer Mauer ablegen muessen, um es zu retten. Es macht so betroffen. Doch zugleich erbluehen die Kinderherzen, wenn man ihnen ein offense Ohr schenkt, ihnen ueber die zerzausten Haare streicht, in denen noch das Flutwasser klebt.
Schicke euch ein paar Bilder von den Kindern. Ab morgen oder uebermorgen gibt es dann auf unserer Homepage viele aktuelle Bilder, Berichte und Informationen von der Flut.

UNSERE PLAENE: Wir haben vor, nun noch ein paar weitere Hilfstransporte zu machen mit genau dem Material, was vorort fehlt. Morgen bringen wir beispielsweise Linsen, grosse Kochtoepfe, Oel, Taschenlampen, Matten, Seifen und Kleidung nach Nagaipattinam, wo bisher kaum Hilfe angekommen ist. Die Menschen haben Hunger, frieren und koennen sich weder waschen noch Kleidung wechseln.
Dann warden wir schnellst moeglich Plaene fuer langfristige Hilfsangebote erarbeiten. Wir haben bereits sehr wertvolle und kompetente Kontaktpersonen und ich werde darueber hinaus vom 13.01. bis 23.01. in Deutschland sein, um zum einen ein paar Vortraege zu halten, mit der Presse zu sprechen und mir Anregungen von meiner Fachhochschule zu holen (Evang. FH fuer Sozialwesen in Freiburg). Waehrend meinem Deutschlandaufenthalt (Koeln, Freiburg, Muenchen) wird die Arbeit vorort natuerlich fortgesetzt und ich werde in taeglichem Kontakt zu meinen HelferInnen hier stehen.
Mir liegen vor allem die traumatisierten Kinder am Herzen. Und die Waisenkinder.
So sehen die Heartkids-Plaene im Groebn aus, ich fasse mich kurz, da ich niemanden mit Infos zuschuetten moechte. Und weil so viel Arbeit auf mich wartet :-).
Es ist unglaublich, dass nach 9 Tagen noch immer nicht alle Menschen versorgt sind. Doch die Regierung gibt zumindest Reis und sauberes Wasser – wobei den Menschen meist die Moeglichkeit fehlt, den Reis zu kochen…
Ich danke euch soooooooooooooo sehr fuer eure finanzielle und seelische Unterstuetzung!
Im Namen aller Opfer, HelferInnen – und aller Heartkids…
Es ist ein grosses Geschenk, hier sein zu duerfen.
Moegen alle Wesen in Frieden sein.
ALLES LIEBE AUS INDIEN!
Judith Christina
…und die Heartkids-Crew…
Y Y Y Y Y Y Y

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