Newsletter

Sondernewsletter zur DSGVO

Liebe Heartkids-Freundinnnen und Freunde,

in Süd-Indien sind gerade Sommerferien und so ist es sehr ruhig in den Projekten der Herzenskinder. Die letzten Tage haben alle "Großen" ihre Prüfungsergebnisse erhalten - und sowohl alle 10. Klässler als auch alle Abiturientinnen haben bestanden, wir sind glücklich und stolz und gespannt auf die weiteren Schritte, welche diese Jugendlichen gehen werden.

Jetzt zu den Formalitäten:

Heute, am 25. Mai 2018, tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Diese stärkt den Schutz personenbezogener Daten.

Ihr habt Euch für den Heartkids-Newsletter angemeldet - oder wurdet auf Wunsch aufgenommen - um über wichtige Entwicklungen in den Heartkids-Projekten in Indien auf dem Laufenden gehalten zu werden und ab und an Grüße von den Herzenskindern zu erhalten 😉. Bei der Anmeldung sind folgende personenbezogene Daten hinterlegt worden: Vorname & Nachname, Email. Diese Daten werden selbstverständlich nicht weitergegeben und nur für diesen Zweck verwendet.

Wenn jemand mit der weiteren Speicherung und Verwendung dieser Daten nicht einverstanden sein sollte, so kann man sich selbst abmelden direkt auf der Startseite der Homepage.

Wenn ich nichts von Euch höre, gehe ich davon aus, dass Ihr einer weiteren Speicherung und Verwendung der Daten zustimmt und Ihr erhaltet den Newsletter wie gewöhnlich 2-4x im Jahr. Die aktualisierte Datenschutzerklärung kann man hier einsehen.

Diese Einwilligung kann man natürlich jederzeit für die Zukunft postalisch oder per Mail widerrufen.

Mit lieben Grüßen

Judith Retz

1. Vorsitzende und Gründerin Heartkids e.V.

 

Grüße von den Herzenskindern

Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden
ohne dass ihr Licht schwächer wird.
Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.
(Siddhartha Gautama)

merry christmas17

Ihr Lieben,

mit bunten Weihnachts- und Neujahrsgrüßen der Mädchen und Jungen aus Tiruvannamalai, Süd-Indien möchte ich mich im Namen aller Herzenskinder und des ganzen Heartkids-Teams für die wunderbare Unterstützung im Jahr 2017 bedanken!

Nur Dank Euch ist es möglich, so viele Mädchen und Jungen, junge Frauen und junge Männer auf ihrem Weg in ein würdevolles, gutes Leben zu begleiten.

Ich wünsche allen ein entspanntes, fröhliches Weihnachtsfest und alles Liebe und Gute für das Jahr 2018!

Judith Retz

Gründerin von Heartkids e.V.

happy new year18

Spendenkonto Sparkasse Freiburg
Kontonr.: 1221 5955
BLZ: 680 501 01
IBAN: DE15 6805 0101 0012 2159 55
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Heartkids-News Herbst 2017

„Zeit heilt Wunden. Musik heilt Wunden. Glaube heilt Wunden. Kunst heilt Wunden. Besonders Liebe heilt Wunden!“

(Günter Grass)

Liebe Heartkids-Freundinnen und Freunde,

vorhin habe ich mit „meinen Mädels“ in Indien telefoniert, sie haben freudig gejuchzt und ich weiß nicht mehr, wie oft wir uns gesagt haben, dass wir uns vermissen.

Hinter mir liegt ein unbeschreiblich intensiver Projektbesuch bei den Herzenskindern in Süd-Indien, bei dem unser 2. Heartkids-Vorsitzender Stephan Rau und ich viele sehr berührende, ergreifende, bedrückende und beglückende Momente in Tiruvannamalai erleben durften.

17zusammenimHH

Ich empfinde neue Dankbarkeit für alles, was wir mit Hilfe Eurer finanziellen Unterstützung in den vergangenen 13 Jahren aufbauen konnten. Die Projekte blühen und die Arbeit trägt offensichtlich Früchte, Heartkids ist ein wundervolles Gemeinschaftswerk – trotz aller Herausforderungen und Hürden, die immer wieder damit verbunden sind…

17KowsalyaDankbar bin ich auch für all die besonderen Begegnungen vor Ort.17abschied Immer noch im Arm halte ich unsere Kowsalya aus dem Heartgirls Home, die beim Abschied die Tränen nicht zurückhalten konnte. Die 16-jährige hat als kleines Kind miterleben müssen, wie ihr Vater die Mutter brutal ermordet hat. Seitdem trägt sie eine tiefe Sehnsucht nach mütterlicher Liebe im Herzen. Das Mädchen hat mir anvertraut, dass das Sterbedatum ihrer Mama zugleich mein Geburtsdatum ist und es für sie so bei allem Schmerz auch ein guter Tag ist. Tagsüber gehört Kowsalya zu den besten Schülerinnen der Klasse, abends tanzt sie frei und lebensfroh, scheint einen Weg gefunden zu haben, mit ihrem Schicksal zu leben. Sie träumt davon, Stewardess zu werden. Ich bin so stolz auf sie! Wer sie und unsere anderen Mädels tanzen sehen will, hier sind ein paar bewegte Impressionen aus unserem Girls Home: KLICK

Ebenso den Mord an ihrer Mutter durch den eigenen Vater erleben musste unsere Renuka vor knapp zwei Jahren. Nun kann sie Dank Heartkids einen Masterstudiengang absolvieren und zugleich ihre drei jüngeren Geschwister versorgen. Die vier Kinder sind völlig auf sich alleine gestellt. Der Vater wurde trotz 15-jähriger Haftstrafe bereits nach 3 Monaten wieder frei gelassen (natürlich aufgrund von Bestechungsgeldern), es besteht jedoch kein Kontakt und die junge Studentin trägt die Verantwortung und ihr Schicksal mit einer mich tief berührenden Tapferkeit und Würde. In langen Gesprächen hat sie mir das Geschehene erstmals persönlich berichtet und es lässt mich ohnmächtig fühlen, mit welcher Gewalt indische Männer gegen ihre Frauen vorgehen können, ohne dass sie angemessen bestraft und die Überlebenden entsprechend beschützt werden: „Als ich meinen Vater nach dem Tod von Mama angerufen habe, meinte er nur: Ja, ich habe sie getötet und Du wirst die nächste sein“. Renuka kommt nun abends in unser Girls Home, um den Mädels Nachhilfeunterricht zu erteilen. So können wir sie und ihre Geschwister finanziell unterstützen, ohne dass sie das Gefühl haben, „Almosen“ zu empfangen.

17 EC Naehmaschinen

Im Education Center wurden mittlerweile über 60 junge Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet, momentan befinden sich 22 weitere in der Lehre. Ich hatte die Ehre, fünf Absolventinnen ihre Nähmaschinen überreichen zu dürfen. Sie haben ihre Dankbarkeit sehr deutlich zum Ausdruck gebracht und überzeugend geschildert, wie wertvoll diese Möglichkeit für sie ist, ein kleines Geschäft eröffnen und durch Näharbeiten eigenständig Geld verdienen zu können. Eine Nähmaschine kostet uns aktuell gerade mal 70 Euro – für uns nicht die Welt, für diese junge Frauen durchaus!

Ein großes Geschenk ist auch Ruban, unser neuer Sozialarbeiter im Heartkids Home. Hier ist er mit rotem T-Shirt in der Bildmitte zu sehen:

17 Ruban MSW

Mir war es wichtig, dort nach vielen Jahren endlich jemanden „vom Fach“ anzustellen und musste hart dafür kämpfen - nun ist er eine wertvolle Ergänzung des Teams, das bisher aus den Hausmüttern, der Köchin, dem Hausmeister und den Lehrern bestand, welche den knapp 50 Jungen und Mädchen abends bei den Hausaufgaben helfen. Der junge Sozialarbeiter hat mit seinem sanften Gemüt in den letzten Monaten schnell ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern aufgebaut und beherrscht zugleich das nötige Fachwissen, um die monatlichen Berichte und individuellen Hilfepläne für die indischen Behörden anzufertigen.

Auch ein Projektbesuch bei unseren Tribal-Kindern stand auf dem Programm. Momentan können wir 35 Mädchen und Jungen in dem kleinen Dorf ihren Schulbesuch ermöglichen, indem wir sie täglich zur Schule bringen und wieder abholen und für die Hausaufgabenbegleitung sorgen. Da wir die letzten Jahre immer wieder Probleme hatten mit sehr jung verheirateten Mädchen, werden demnächst einige der Jugendlichen in unser Girls Home nach Tiruvannamalai ziehen, so dass sie alle Zeit der Welt haben für ihre Schul- und Ausbildung.

17 tribals

Meine persönliche Arbeit hat sich die letzen Monate sehr gewandelt. Neben der üblichen Heartkids-Verwaltung (Spendenquittungen, Abrechnungen u.ä.), habe ich mittlerweile täglich Kontakt zum indischen Team vor Ort, weshalb die deutsche Öffentlichkeitsarbeit auch leider etwas zu kurz kommt. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden und ich „schmeiße“ Heartkids quasi nebenbei – neben meiner eigentlichen Berufstätigkeit, der Versorgung meiner drei Kinder, Haushalt und Co. Ich möchte hiermit um Verständnis bitten, dass ich es nicht immer umgehend schaffe, auf alle E-Mails einzugehen oder Euch eben auf dem aktuellen Stand der Projekte zu bringen.

Um so schöner und wichtiger ist es, dass die Unterstützung trotzdem weiter fließt und wir unsere kleinen und großen Herzenskinder weiter liebevoll und auf sinnvolle Art und Weise begleiten können.

Von Herzen alles Liebe und DANKE im Namen aller, die Teil von Heartkids sind

Judith Retz

Gründerin und 1. Vorsitzende Heartkids e.V.

Judith2017

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
WIr freuen uns über Unterstützung, damit die Projekte weiter blühen können!
 
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Heartkids-News Dezember 2016

Judith Retz

Wir sind Brüder und Schwestern, denn wir haben alle dieselbe Mutter – Mutter Erde.

(Xokonoschtletl Gomora, Schamana aus Mexiko)

 

 

Liebe Heartkids-„Familie“,

fast täglich erreichen mich Nachrichten per E-Mail und WhatsApp aus Indien. Häufig beginnen sie mit „Dear Mummy“ oder enden mit „I love you, sister“. Was anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig war, ist mittlerweile zur Normalität geworden: Neben meiner eigenen Rasselbande in Deutschland habe ich noch unzählige Töchter und Söhne, kleine Brüder und Schwestern in Indien, die das Leben mir anvertraut hat und die ich mit Eurer Hilfe auf ihrem Weg in ein würdevolles Leben begleiten darf.

Es ist toll, Dank moderner Technik regelmäßig mit meinen Schützlingen in Kontakt zu stehen. So versüßen mir Nachrichten über ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch in einem der renommiertesten Krankenhäuser in Tamil Nadu oder über bestandene Bachelor-Prüfungen den Tag.

Vijayalakshmi aus Tiruvannamalai bedankte sich vorgestern per Videobotschaft  bei mir für den Scheck, mit dem sie die Collegegebühren bezahlen kann. Sie studiert mittlerweile mit viel Freude Betriebswirtschaft:

Vijayalakshmi aus Tiruvannamalai

Zugleich erreichen mich aber auch mehrmals die Woche erschütternde Nachrichten von Mädchen, die sich erst ganz am Anfang ihres „Heilungsweges“ befinden: sie wurden nach einer Gruppenvergewaltigung vor dem Suizid bewahrt oder vom schwer gewalttätigen Ehemann befreit. In manchen Gegenden sind über 50% der Ehen Kinderheiraten, Indien ist weltweit trauriger Spitzenreiter: diese jungen Mädchen sind meist völlig verloren. Die Bilder der Misshandlungsspuren muss ich dann schnell wieder löschen, weil es schier unerträglich ist. Nicht löschen lassen sich die schrecklichen Geschichten…

Licht und Dunkel liegen so nahe beieinander! Gerade mein Engagement für Renus Mission in Nord-Indien bringt mich immer wieder an meine Grenzen. Kurz nach der erfolgreichen Rettung des Schutzzentrums für indische Gewaltopfer durch das Bezahlen der Pacht, meinte die Leiterin zu mir: „Ich bin froh, dass Du gerade in Deutschland bist, denn hier könnte ich nicht für Deine Sicherheit garantieren und hätte Sorge um Dein Leben“. Ich bin durch die Unterstützung des einmaligen Projektes zum „Feind“ der Widersacher (allesamt Täter der Schutzsuchenden) geworden. Und so versuche ich mich in dem Spagat, dem Frauenhaus zu helfen, aber trotzdem meine Anonymität in Indien zu wahren und „inkognito“ zu bleiben. Die Unterstützung dieser Mädchen ist also eine Art geheime Mission geworden, bei der ich nach wie vor über jede Spende dankbar bin.

12 16 Obergeschoss SchutzzentrumDank Euch sprudelt dort seit Juni (Bohrung eines eigenen Brunnens) frisches Himalaya-Wasser aus einem unterirdischen Strom in knapp 300 Fuß Tiefe und das Schutzzentrum ist damit unabhängig von der öffentlichen Wasserversorgung. Das marode Dachgeschoss wurde zudem mit Eurer Hilfe die letzten Monate komplett renoviert und nun steht die Einrichtung an oberster Stelle, die das Leben der jungen Frauen leichter und schöner machen soll. Es geht um das Studienzimmer, den Waschraum, Duschen und Koch- und Essbereich. Vielleicht möchte sich ja jemand im Rahmen seiner „Weihnachtsspende“ beteiligen, auf der Homepage befindet sich eine Liste mit dem aktuellen Bedarf (HIER klicken). Auch auf betterplace (Link) habe ich einiges eingestellt.

Außerdem träumen wir von Solarpaneln, die in der kalten Jahreszeit den Mädchen eine warme Dusche ermöglichen und während Phasen des Stromausfalls für Solarenergie sorgen. Kosten: rund 7000 Euro.

WICHTIG: Da nun auch die GLS hohe Gebühren eingeführt hat, ziehen wir ab sofort zurück auf das alt bewährte Konto der Sparkasse, weil diese uns sämtliche Gebühren einmal im Jahr zurückspendet – eine sehr großzügige Geste. Daten siehe unten!

Hier ein Bild der jungen Frauen nach einem ihrer Workshops, die sie z.B. an Schulen und in Slums zur Gewaltprävention durchführen - so lernen sie, aus der Opferrolle auszusteigen und "das Beste" aus ihrer eigenen schlimmen Erfahrung zu machen, indem sie andere Kinder stärken und davor bewahren. In der Team-Arbeit blühen sie sichtlich auf, sie sind unter Gleichgesinnten und widmen sich einer gemeinsamen Sache:

Die jungen Frauen nach einem ihrer Workshops zur Gewaltprävention

Soweit die Neuigkeiten von hier. Es fällt mir schwer, mich kurz zu fassen, denn es gäbe immer sehr viel zu erzählen und ich nehme intensiv teil an den Geschehnissen vor Ort. Die Rettung der Mädchen ist mit einem sehr großen Risiko verbunden, so dass ich immer froh bin über tägliche „Lebenszeichen“ der Leiterin. Mittlerweile haben sich mehrere der angezeigten Vergewaltiger zu einer „Gang“ zusammengeschlossen, welche mit allen Mitteln (Morddrohungen, Überfälle mit Schlagstöcken, Auflauern auf dem Weg zum College und Androhung weiterer Vergewaltigungen) versuchen, die Mädchen zum Schweigen zu bringen, damit sie nicht als Zeugen vor Gericht aussagen. Eine gängige Praxis in Indien und kein Vergleich mit dem deutschen Rechtssystem. Bestechbare Richter, die auf Seiten der Täter sind, gehören zur Normalität, Auch heute wird einer der Fälle im Gericht verhandelt und ich hoffe, dass der Richter das Opfer überhaupt anhört. Schon das wäre ein kleiner Erfolg!

„Es ist noch ein langer, langer Weg“, sagt Renu immer, „aber nichts kann mich davon abhalten, meiner Mission zu folgen. Ich habe keine Angst“.

12 16 RevathiAbschließend noch ein kleines Lichtblick: Auf dem Bild sehr Ihr Revathi aus Tiruvannamalai. Sie und ihr Bruder wachsen bei ihren Großeltern unter ärmsten Verhältnissen am Rande der Stadt auf. Ich kenne sie seit ihrer Einschulung und hätte damals niemals gedacht, dass sie so lange zur Schule geht - mittlerweile ist sie stolze 9. Klässlerin! Ich bin dankbar und froh, dass ihre Großeltern ihr dass ermöglichen und hoffe, dass sie eines Tages sogar studieren wird. Aber schon jedes weiteres Schuljahr ist ein "gewonnenes Jahr" auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben.

Es ist ein Geschenk, mit Eurer Hilfe etwas Licht ins Dunkel zu bringen, diesen, meinen, unseren (!) Kindern, Schwestern und Brüdern den Weg zu beleuchten, zu ebnen für ein glückliches, gesundes und würdevolles Leben auf unserer einen Mutter Erde.

Danke von Herzen für Eure Unterstützung und eine licht- und freudvolle Adventszeit!

Be soft.
Do not let the world make you hard.
Do not let the pain make you hate.
Do not let the bitterness steal your sweetness.
Take pride that even though the rest of the world may disagree, you still believe it to be a beautiful place.
(Kurt Vonnegut)

Judith Retz

(Gründerin und 1. Vorsitzende Heartkids e.V.)

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