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Eine echte Weihnachtsgeschichte

18 Thank you

Liebe Mitmenschen,

manchmal gibt es Geschichten, die einfach geteilt werden müssen. Vor drei Tagen war meine indische Freundin Renu auf dem Heimweg vom Basar. Auch am Fuße des Himalaya ist es nun Winter und für dortige Verhältnisse kalt. Renu fiel eine Frau mit sechs kleinen Kindern auf den Bahngleisen auf, sie stoppte das Taxi und lief zu der Familie - die Mutter brach in Tränen aus und die Kinder warfen sich Renu in die Arme: Aufgrund schwerer Gewalt durch den Ehemann hatte die 25-Jährige beschlossen, das Leben ihrer Kinder und ihr eigenes auf den Bahngleisen zu beenden.

Renu packte die Rasselbande ins Auto und nahm alle mit ins Frauenschutzzentrum, bekochte die ausgehungerte Familie aus dem Slum und ging mit der verzweifelten Mutter ins Gespräch. Jenseits jeglicher Bildung war sie jahrelang dem muslimischen Ehemann und seinen unvorstellbaren Gewaltausbrüchen ausgeliefert gewesen. Sie vertrat vehement die Ansicht, alle Menschen, die nicht an Allah glauben, wären böse und sie würde niemals Essen von Hindus anrühren. Als sie erfuhr, dass Renu selbst Hindu ist, war das Essen bereits im Bauch und die glücklichen Kinder im Bett - und sie erkannte, dass es keine Frage der Religion ist, wer gut und wer böse ist.

18 Familienrettung

In diesem Sinne: Lasst uns alle so viel MENSCH wie möglich sein, lasst uns das, was wir haben, teilen - und lasst uns nicht vergessen, welch' ein Schatz es ist, dass wir Bildung erhalten, wir sozial abgesichert sind und wir abends ein warmes Bett haben, nicht hungern müssen.

Renu schrieb spät nachts nach der Rettung, als die Kinder und ihre Mutter friedlich schliefen: "Das Nest hier ist voller Wärme und Liebe für alle. Danke Dir, Judith-Engel, für Deine unglaubliche Großzügigkeit, Dein grenzenloses Mitgefühl und Deine Fürsorge. Mögen alle Wesen in Frieden sein". Diese Worte möchte ich sehr gerne an Euch alle weiter geben! Denn ohne Euer Vertrauen in mich, in das, wohin ich Eure Spenden "investiere" - ohne Euch gäbe es das Frauenschutzzentrum in Dehradun und die Projekte in TIruvannamalai gar nicht!

Ich wünsche allen von Herzen eine lichtvolle Weihnachtszeit und ein zufriedenes, glückliches Jahr 2019!

Judith Retz im Namen des Heartkids-Teams und der Herzenskinder

 18 GH Geetha

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herzenswunsch (Heartkids-News September 2018)

Es geht nicht nebeneinander und schon gar nicht gegeneinander, es geht nur miteinander.

(Unbekannt)

Liebe Menschen aus nah und fern,

18judith mit geethanach intensiven Sommerwochen in Indien wieder daheim, kommt mir die Zeit dort bisweilen wie ein Traum vor. Unfassbar, wie unmenschlich das Leben an anderen Orten dieser Welt doch sein kann! Seit langem mal wieder war ich völlig eingetaucht in die indische Kultur mit all ihren Licht- und Schattenseiten – und ringe noch nach Worten. Wo anfangen? 

Besonders bestärkend waren die Wochen in unserem HeartGirls Home in Tiruvannamalai. Dort tagtäglich zu erleben, wie Mädchen aus so schweren Verhältnissen zurück in ihre eigene Kraft finden, frei von Äng18Heartkids Homesten aufwachsen dürfen, macht Hoffnung! Gerade abends, wenn alle zur Ruhe kommen und sich in kleinen Grüppchen sammeln, zusammen singen, Spiele machen, quatschen, kichern, mit den Hausmüttern tratschen, gerade dann liegt eine so friedliche Atmosphäre über der Einrichtung, dass die Herausforderungen der Tages in Vergessenheit geraten. Natürlich standen auch Besuche im Heartkids Home, im Kidcenter und in der Ausbildungsstätte auf dem Programm und zahlreiche junge Frauen, deren Studium wir finanzieren, waren glücklich, mir ihren Dank persönlich ausdrücken zu können. So war immer etwas los – und es ist noch viel zu tun!

Nach der Zeit im Süden ging die Reise weiter in Renus Frauenschutzzentrum hoch im Norden, am Fuße des Himalaya. Wir lernten junge, mutige Frauen kennen, die Dinge durchgemacht haben, die man sich gar nicht erst vorstellen möchte. Opfer schwerer sexueller Gewalt, die jetzt Jura studieren, um selbst eines Tages für Gerechtigkeit kämpfen zu können.

Eine 21-Jährige verzierte mir die Hände traditionell mit Henna: Im Januar dieses Jahres wären sie und ihre 7-jährige Tochter (Folge einer Zwangsheirat mit 14) beinahe von den Schwiegereltern bei lebendigem Leibe verbrannt worden. Renu konnte sie in letzter Sekunde retten und die beiden Schützlinge leben nach ihrer waghalsigen Flucht nun im „Nest“, wie die Frauenrechtlerin ihr Schutzzentrum liebevoll nennt.

18im frauenschutzzentrum

Während des Besuchs klingelt in regelmäßigen Abständen die 24-Stunden-Hotline für Mädchen und Frauen in Not: Eine junge Mutter wurde nach der Geburt ihrer Tochter vom Ehemann verlassen, da sie eine geschlechtsbedingte Abtreibung abgelehnt hatte. Nun ist sie den Schwiegereltern hilflos ausgeliefert, welche die Frau hungern lassen, so dass sie voller Sorge ist, nicht genügend Muttermilch für das Neugeborene zu haben. Eingesperrt für 40 Tage Wochenbett war sie froh, zumindest heimlich ein Handy von ihrer Schwester erhalten zu haben. Wut und Ohnmacht.

Später ist eine befreundete Journalistin aus Delhi am Apparat: Eine 14-Jährige habe sich das Leben genommen, nachdem ihr Vergewaktuger (ein ranghoher Politiker) nach nur sechs Monaten vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden war und der Opferfamilie einen Besuch inklusive hohem Geldgeschenk abgestattet hatte. Renu vermutet sofort Mord an dem Mädchen, getarnt als Suizid – sie gibt der Journalistin grünes Licht für den Gang an die Presse. Schock und Verzweiflung.

Im Laufe des Nachmittags meldet sich eine niedergeschlagene indische Prinzessin im Frauenschutzzentrum - einst hatte sie aus Liebe einen Mann aus armen Verhältnissen geheiratet, welcher sich im Laufe der Jahre all ihre Besitztümer selbst angeeignet hat. Jetzt – im Alter von 72 Jahren - wäre die einst reiche Prinzessin komplett mittellos und müsse sogar um kleine Summen Bargeld betteln, damit sie einmal eigenständig einkaufen könne. Sie würde sich trennen wollen, die letzten Lebensjahre gerne in Frieden verbringen – nur wie? Mitgefühl und Verständnis. 

Nach allem, was ich in Indien erlebt habe, glaube ich den Statistiken, die Indien als das frauenfeindlichste Land weltweit betiteln. Ich verspüre mehr denn je den Wunsch, Mädchen und Frauen auf ihrem Weg in ein würdevolles, eigenständiges Leben zu begleiten. Das geht nur weiter mit Euch und Eurer Unterstützung, für die ich so dankbar bin. College-Gebühren pro Semester und Mädchen betragen je nach Studiengang/Stadt/Universität zwischen 200 und 800 Euro (HIER direkt helfen), gerade für Jura müssen wir hohe Beträge aufwenden, da nicht jedes „normale“ College bereit dazu ist, ehemalige Vergewaltigungsopfer aufzunehmen. Aufgrund der Tatsache, dass diese ihre Täter angezeigt haben, stellen sie ein gewisses Risiko dar.

18mit den heartgirls

Bei all der Schwere macht es auch Mut, Frauen in Indien zu begegnen, welche bereit dazu sind, ihr Leben dem Kampf für Gerechtigkeit zu widmen und tatkräftig für ihre, für unsere Schwestern einzustehen. Meine Seelenschwester Renu hat dafür schon unzählige Male ihr Leben riskiert und schützt meines, in dem sie meine Unterstützung vor Ort streng geheim hält. Mittlerweile haben sich 182 Vergewaltiger gegen sie zusammen geschlossen und stellen ihre Arbeit vor tägliche Herausforderungen. Die Tage bei ihr vergingen wie im Flug und Renus Wunsch danach, einfach ein paar Stunden mit mir zu sitzen, meine Hand zu halten und nichts zu tun, wurde nicht erfüllt. Zu sehr halten uns die Aufgaben des Alltages in Bewegung. Jetzt trennen uns wieder tausende Kilometer, doch wir stehen in täglichem Kontakt und ich werde alles dafür tun, ihre Mission aus der Ferne zu unterstützen.

18Judith und Renu

Wie kann es sein, dass unsere Welt so unterschiedliche Gesichter hat? Wie kann es sein, dass im Zeitalter von Internet und weltweiter Vernetzung junge Mütter eingesperrt werden, weil sie ein Mädchen geboren haben und sie leise verhungern sollen? Mich lässt das nicht los und ich war froh, nun von Renu zu erfahren, dass sich eine Polizistin gefunden hat, die in täglichen Kontrollbesuchen überprüft, ob Frau und Kind ausreichend Nahrung erhalten und medizinisch versorgt werden.

Nur ein Schicksal von vielen. Nur wenige, die es schaffen, sich Hilfe zu holen. Zu vieles, was hinter verschlossenen Türen geschieht. Zu vieles, was von verschossenen Herzen und Augen nicht wahrgenommen wird. Lasst es uns nicht egal sein, was auf unserem Planeten geschieht! Bitte erzählt diese Geschichten weiter, bitte denkt an die „Heartgirls“, wenn Menschen geben, teilen möchten. Es ist so wichtig, füreinander da zu sein! 

Für mich ist am Montag der „Urlaub“ vorbei, denn der Lebensunterhalt will auch verdient werden. Von daher seht es mir nach, wenn E-Mail-Anfragen erst im Laufe der Zeit beantwortet werden können.

Ich danke Euch von Herzen für Eure Unterstützung und wünsche Euch alles Liebe

Judith Retz

(Gründerin und 1. Vorsitzende Heartkids e.V.)

18miteinander

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIr freuen uns über jede Unterstützung!

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Sondernewsletter zur DSGVO

Liebe Heartkids-Freundinnnen und Freunde,

in Süd-Indien sind gerade Sommerferien und so ist es sehr ruhig in den Projekten der Herzenskinder. Die letzten Tage haben alle "Großen" ihre Prüfungsergebnisse erhalten - und sowohl alle 10. Klässler als auch alle Abiturientinnen haben bestanden, wir sind glücklich und stolz und gespannt auf die weiteren Schritte, welche diese Jugendlichen gehen werden.

Jetzt zu den Formalitäten:

Heute, am 25. Mai 2018, tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Diese stärkt den Schutz personenbezogener Daten.

Ihr habt Euch für den Heartkids-Newsletter angemeldet - oder wurdet auf Wunsch aufgenommen - um über wichtige Entwicklungen in den Heartkids-Projekten in Indien auf dem Laufenden gehalten zu werden und ab und an Grüße von den Herzenskindern zu erhalten 😉. Bei der Anmeldung sind folgende personenbezogene Daten hinterlegt worden: Vorname & Nachname, Email. Diese Daten werden selbstverständlich nicht weitergegeben und nur für diesen Zweck verwendet.

Wenn jemand mit der weiteren Speicherung und Verwendung dieser Daten nicht einverstanden sein sollte, so kann man sich selbst abmelden direkt auf der Startseite der Homepage.

Wenn ich nichts von Euch höre, gehe ich davon aus, dass Ihr einer weiteren Speicherung und Verwendung der Daten zustimmt und Ihr erhaltet den Newsletter wie gewöhnlich 2-4x im Jahr. Die aktualisierte Datenschutzerklärung kann man hier einsehen.

Diese Einwilligung kann man natürlich jederzeit für die Zukunft postalisch oder per Mail widerrufen.

Mit lieben Grüßen

Judith Retz

1. Vorsitzende und Gründerin Heartkids e.V.

 

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Grüße von den Herzenskindern

Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden
ohne dass ihr Licht schwächer wird.
Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.
(Siddhartha Gautama)

merry christmas17

Ihr Lieben,

mit bunten Weihnachts- und Neujahrsgrüßen der Mädchen und Jungen aus Tiruvannamalai, Süd-Indien möchte ich mich im Namen aller Herzenskinder und des ganzen Heartkids-Teams für die wunderbare Unterstützung im Jahr 2017 bedanken!

Nur Dank Euch ist es möglich, so viele Mädchen und Jungen, junge Frauen und junge Männer auf ihrem Weg in ein würdevolles, gutes Leben zu begleiten.

Ich wünsche allen ein entspanntes, fröhliches Weihnachtsfest und alles Liebe und Gute für das Jahr 2018!

Judith Retz

Gründerin von Heartkids e.V.

happy new year18

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