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Heartkids-News Dezember 2009
"Wir müssen die Veränderung
sein, die wir in der Welt sehen wollen."
(Mahatma Gandhi)
Hallo aus
Indien,
seit gut
einem Monat bin ich zurück in Tiruvannamalai und schon wieder völlig
eingetaucht in das hiesige Heartkids-Leben, gepaart mit einer dicken Portion sehr
anderer Kultur .
Ich bin sehr
glücklich, meine Herzenskinder wieder in der Nähe zu haben und war zugleich
froh zu sehen, dass sie auch ohne meine direkte Anwesenheit gut gedeihen.
Trotzdem scheinen ihre Herzen einen Takt schneller zu schlagen, wenn „Judith-Sister“
in der Nähe ist… Sie sind so wunderschön!
Hier wird
der kleine Joshua den großen Mädchen im Heartkids Home vorgestellt:
Hier neigt
sich gerade der Monsun dem Ende zu und ich stelle fest, dass es selbst in
meiner „modernen“ Privatwohnung ungemütlich und feucht wird, wenn es tagelang
regnet. Die Wäsche trocknet nur schwer und es riecht nach Schimmel.
Wie müssen
sich da erst die Kinder in ihren winzigen Hütten fühlen? Die lange Zeit in
Deutschland hat mir wieder mal die Augen geöffnet für die riesige Kluft
zwischen dem „reichen“ Europa und dem „armen“ Indien – auch wenn es
mittlerweile (leider) viele materiell arme Menschen in Deutschland gibt und
zugleich extrem wohlhabende in Indien. Diese ungleiche Verteilung scheint nicht weniger,
sondern mehr zu werden.
Um so wertvoller
ist es, dass viele Menschen einen Teil ihres Geldes in soziale Projekte
investieren und so Kindern helfen, gesund, selbstbewusst und mit guter Bildung
in ihr Leben zu starten. Wer gebildet ist, hat Chancen auf einen guten Job –
und wer Bildung hat, weiß um seine Rechte. Das ist gerade für Frauen aus
niedrigeren Gesellschaftsschichten sehr wichtig, da sie noch immer stark sozial
benachteiligt werden. Die Analphabetenrate Indiens gehört zu den höchsten der
Welt: Jede zweite Inderin kann nicht lesen und schreiben!
Darum
kümmern wir uns in unseren Projekten auch verstärkt um die Mädchen. Hier ein
Bild der Fotos der Patenmädchen im Kidcenter Tiruvannamalai:
Auch in
unserem Irula-Kidcenter wurde eifrig gebastelt:
Vergangene
Woche war Deepam und wie jedes Jahr um diese Zeit wurde an der Spitze des
heiligen Berges Arunachala ein Feuer entzündet, das nun die nächsten Tage
brennt. Die Häuser werden Abend für Abend mit kleinen Öllämpchen geschmückt.
So leuchtet
es auch hier, fern des deutschen Adventes, feierlich:
Ich wünsche
allen von Herzen eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und vor allem alles Liebe und
Gute für das Jahr 2010. Besonders wünsche ich all den Menschen, denen es nicht gut geht, dass sie sich trotz allem nicht verlassen fühlen.
Es gibt auf der Welt nur einen Weg,
den niemand gehen kann außer Dir.
Frage nicht wohin er führt, gehe ihn.
Segle, große Seele, segle hinaus
Auf offene Meer des Lebens.
Nichts,
nichts kann Dir geschehen,
sind doch alle Meere von Gott.
(Walt Whitman)
Möge Euer Weg ein friedvoller und glücklicher sein!
Herzlichen
Dank für Eure treue Unterstützung und alles Liebe
Judith Retz
im Namen ihres
Teams und vor allem der Herzenskinder