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Heartkids-News Dezember 2016

Judith Retz

Wir sind Brüder und Schwestern, denn wir haben alle dieselbe Mutter – Mutter Erde.

(Xokonoschtletl Gomora, Schamana aus Mexiko)

 

 

Liebe Heartkids-„Familie“,

fast täglich erreichen mich Nachrichten per E-Mail und WhatsApp aus Indien. Häufig beginnen sie mit „Dear Mummy“ oder enden mit „I love you, sister“. Was anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig war, ist mittlerweile zur Normalität geworden: Neben meiner eigenen Rasselbande in Deutschland habe ich noch unzählige Töchter und Söhne, kleine Brüder und Schwestern in Indien, die das Leben mir anvertraut hat und die ich mit Eurer Hilfe auf ihrem Weg in ein würdevolles Leben begleiten darf.

Es ist toll, Dank moderner Technik regelmäßig mit meinen Schützlingen in Kontakt zu stehen. So versüßen mir Nachrichten über ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch in einem der renommiertesten Krankenhäuser in Tamil Nadu oder über bestandene Bachelor-Prüfungen den Tag.

Vijayalakshmi aus Tiruvannamalai bedankte sich vorgestern per Videobotschaft  bei mir für den Scheck, mit dem sie die Collegegebühren bezahlen kann. Sie studiert mittlerweile mit viel Freude Betriebswirtschaft:

Vijayalakshmi aus Tiruvannamalai

Zugleich erreichen mich aber auch mehrmals die Woche erschütternde Nachrichten von Mädchen, die sich erst ganz am Anfang ihres „Heilungsweges“ befinden: sie wurden nach einer Gruppenvergewaltigung vor dem Suizid bewahrt oder vom schwer gewalttätigen Ehemann befreit. In manchen Gegenden sind über 50% der Ehen Kinderheiraten, Indien ist weltweit trauriger Spitzenreiter: diese jungen Mädchen sind meist völlig verloren. Die Bilder der Misshandlungsspuren muss ich dann schnell wieder löschen, weil es schier unerträglich ist. Nicht löschen lassen sich die schrecklichen Geschichten…

Licht und Dunkel liegen so nahe beieinander! Gerade mein Engagement für Renus Mission in Nord-Indien bringt mich immer wieder an meine Grenzen. Kurz nach der erfolgreichen Rettung des Schutzzentrums für indische Gewaltopfer durch das Bezahlen der Pacht, meinte die Leiterin zu mir: „Ich bin froh, dass Du gerade in Deutschland bist, denn hier könnte ich nicht für Deine Sicherheit garantieren und hätte Sorge um Dein Leben“. Ich bin durch die Unterstützung des einmaligen Projektes zum „Feind“ der Widersacher (allesamt Täter der Schutzsuchenden) geworden. Und so versuche ich mich in dem Spagat, dem Frauenhaus zu helfen, aber trotzdem meine Anonymität in Indien zu wahren und „inkognito“ zu bleiben. Die Unterstützung dieser Mädchen ist also eine Art geheime Mission geworden, bei der ich nach wie vor über jede Spende dankbar bin.

12 16 Obergeschoss SchutzzentrumDank Euch sprudelt dort seit Juni (Bohrung eines eigenen Brunnens) frisches Himalaya-Wasser aus einem unterirdischen Strom in knapp 300 Fuß Tiefe und das Schutzzentrum ist damit unabhängig von der öffentlichen Wasserversorgung. Das marode Dachgeschoss wurde zudem mit Eurer Hilfe die letzten Monate komplett renoviert und nun steht die Einrichtung an oberster Stelle, die das Leben der jungen Frauen leichter und schöner machen soll. Es geht um das Studienzimmer, den Waschraum, Duschen und Koch- und Essbereich. Vielleicht möchte sich ja jemand im Rahmen seiner „Weihnachtsspende“ beteiligen, auf der Homepage befindet sich eine Liste mit dem aktuellen Bedarf (HIER klicken). Auch auf betterplace (Link) habe ich einiges eingestellt.

Außerdem träumen wir von Solarpaneln, die in der kalten Jahreszeit den Mädchen eine warme Dusche ermöglichen und während Phasen des Stromausfalls für Solarenergie sorgen. Kosten: rund 7000 Euro.

WICHTIG: Da nun auch die GLS hohe Gebühren eingeführt hat, ziehen wir ab sofort zurück auf das alt bewährte Konto der Sparkasse, weil diese uns sämtliche Gebühren einmal im Jahr zurückspendet – eine sehr großzügige Geste. Daten siehe unten!

Hier ein Bild der jungen Frauen nach einem ihrer Workshops, die sie z.B. an Schulen und in Slums zur Gewaltprävention durchführen - so lernen sie, aus der Opferrolle auszusteigen und "das Beste" aus ihrer eigenen schlimmen Erfahrung zu machen, indem sie andere Kinder stärken und davor bewahren. In der Team-Arbeit blühen sie sichtlich auf, sie sind unter Gleichgesinnten und widmen sich einer gemeinsamen Sache:

Die jungen Frauen nach einem ihrer Workshops zur Gewaltprävention

Soweit die Neuigkeiten von hier. Es fällt mir schwer, mich kurz zu fassen, denn es gäbe immer sehr viel zu erzählen und ich nehme intensiv teil an den Geschehnissen vor Ort. Die Rettung der Mädchen ist mit einem sehr großen Risiko verbunden, so dass ich immer froh bin über tägliche „Lebenszeichen“ der Leiterin. Mittlerweile haben sich mehrere der angezeigten Vergewaltiger zu einer „Gang“ zusammengeschlossen, welche mit allen Mitteln (Morddrohungen, Überfälle mit Schlagstöcken, Auflauern auf dem Weg zum College und Androhung weiterer Vergewaltigungen) versuchen, die Mädchen zum Schweigen zu bringen, damit sie nicht als Zeugen vor Gericht aussagen. Eine gängige Praxis in Indien und kein Vergleich mit dem deutschen Rechtssystem. Bestechbare Richter, die auf Seiten der Täter sind, gehören zur Normalität, Auch heute wird einer der Fälle im Gericht verhandelt und ich hoffe, dass der Richter das Opfer überhaupt anhört. Schon das wäre ein kleiner Erfolg!

„Es ist noch ein langer, langer Weg“, sagt Renu immer, „aber nichts kann mich davon abhalten, meiner Mission zu folgen. Ich habe keine Angst“.

12 16 RevathiAbschließend noch ein kleines Lichtblick: Auf dem Bild sehr Ihr Revathi aus Tiruvannamalai. Sie und ihr Bruder wachsen bei ihren Großeltern unter ärmsten Verhältnissen am Rande der Stadt auf. Ich kenne sie seit ihrer Einschulung und hätte damals niemals gedacht, dass sie so lange zur Schule geht - mittlerweile ist sie stolze 9. Klässlerin! Ich bin dankbar und froh, dass ihre Großeltern ihr dass ermöglichen und hoffe, dass sie eines Tages sogar studieren wird. Aber schon jedes weiteres Schuljahr ist ein "gewonnenes Jahr" auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben.

Es ist ein Geschenk, mit Eurer Hilfe etwas Licht ins Dunkel zu bringen, diesen, meinen, unseren (!) Kindern, Schwestern und Brüdern den Weg zu beleuchten, zu ebnen für ein glückliches, gesundes und würdevolles Leben auf unserer einen Mutter Erde.

Danke von Herzen für Eure Unterstützung und eine licht- und freudvolle Adventszeit!

Be soft.
Do not let the world make you hard.
Do not let the pain make you hate.
Do not let the bitterness steal your sweetness.
Take pride that even though the rest of the world may disagree, you still believe it to be a beautiful place.
(Kurt Vonnegut)

Judith Retz

(Gründerin und 1. Vorsitzende Heartkids e.V.)

Spendenkonto Sparkasse Freiburg
Kontonr.: 1221 5955
BLZ:   680 501 01
IBAN: DE15 6805 0101 0012 2159 55
BIC:    FRSPDE66XXX

Heartkids-News Frühling 2016

judith retz 1"So lange ich Augen habe, um das Elend in dieser Welt zu sehen,
so lange ich Ohren habe, um von der Armut zu hören,
so lange ich ein Herz habe, um das vorhandene Leid zu fühlen,
werde ich nicht damit aufhören,
für eine gerechte und friedliche Welt da zu sein.
Es gibt nichts Schöneres
als zu lieben, als zu teilen"
(Judith Retz)

 

Liebe Mitmenschen,

es gibt gute Neuigkeiten aus Indien! Am Wochenende war es endlich soweit – der Zeitpunkt der Pachtübergabe für die nächsten 25 Jahre war gekommen. Renu und ich waren beide aufgeregt, ob dem eigenwilligen Anwalt des so gutmütigen Hausbesitzers noch ein paar Steine oder gar Felsbrocken einfallen, die er in den Weg legen könnte… Aber dem war nicht so und es ist alles bestens gelaufen.

Renus "Nest" ist also offiziell gerettet! Alle Türen des Kriseninterventionszentrums sind wieder offen und so werden nach einer langen Phase der Unsicherheit endlich neue Mädchen in Not dort Schutz finden können. Wir sind Euch unendlich dankbar für diese unglaubliche Unterstützung!

Ganz neu im „Frauenhaus“ ist z.B. die 18-jährige Neela (Name geändert). Sie hat bei einem schrecklichen Unfall vor fünf Jahren (ein Strommast war auf sie gefallen) beide Hände verloren. Hier ein Foto von Renu und ihr:

Renu und NeelaDie Regierung hat Neela daraufhin zwar eine gute Summe Schmerzensgeld zugesprochen, doch sie und ihre Familie haben das Geld nie gesehen: ihr Anwalt hat sich den Betrag mit den zuständigen Polizisten geteilt und – als wäre das nicht schlimm genug – das hilflose Mädchen und seine beiden Schwestern daraufhin jahrelang sexuell ausgebeutet. Eine Schwester beging schließlich Suizid, die andere hat das Dorf fluchtartig verlassen und dann glücklicher Weise von Renus Wirken für Gewaltopfer erfahren. So konnte Neela jetzt aufgenommen werden und darf ein neues Leben in einem liebevollen Zuhause beginnen. Sie kommt aus einem Dorf im Himalaya und hat nie regelmäßig eine Schule besucht. So standen direkt erste Schreibübungen auf dem Programm, welche mit viel Freude absolviert wurden. Mal sehen, was das Leben noch mit ihr vorhat, Neela hat mutige Träume!

Es gibt nun sogar eine vertraglich geregelte Möglichkeit, das Gebäude für immer zu übernehmen. Da der Eigentümer nicht nur über 80 ist, sondern auch schwer erkrankt, wird seine Reise hier bald zuende sein und er wollte nicht gehen, ohne den weiteren Weg für diese Mission zu ebnen, da seine Söhne (im Gegensatz zu ihm) der Arbeit nicht wohlgesonnen sind. Dazu ein andermal mehr.

Ich bin unendlich dankbar für dieses Projekt und werde es weiterhin mit allen mir möglichen Mitteln unterstützen. Die meisten dieser Mädchen hatten aufgrund des Grauens, was sie erleben mussten, keine Hoffnung mehr auf ein besseres Leben; sie wurden um all ihre Rechte beraubt, von denen die meisten nicht einmal wussten – sie waren schwer traumatisiert, viele wollten sterben. Doch nun erfahren sie, was es heißt, geliebt zu werden und (sich) selbst zu lieben - sie erhalten eine neue Perspektive.

Renus Mädchen erkunden die Welt:

Weltentdeckerinnen

Es ist ein Geschenk, Teil dieser wertvollen Arbeit zu sein.

Bei den weiteren Heartkids-Projekten in Tiruvannamalai ist gerade viel im Wandel und es ist noch nicht klar, wohin die Reise dort führt. So hat die Regierung beispielsweise angeboten, die laufenden Kosten für die beiden Homes zu übernehmen. Für „bewährte“ Einrichtungen gibt es diese Möglichkeit mittlerweile, was ich persönlich befürworte. Auch hier werde ich Euch auf dem Laufenden halten, wenn die Dinge klarer sind. Jetzt sind erst einmal bis Juni Sommerferien, denn die heißeste Zeit des Jahres ist angebrochen.

Dieses Jahr haben vier Mädchen aus unserem HeartGIRLS Home Ihr Abitur absolviert:

Abiturientinnen

Vijayalakshmi, Sangitha, Uthrakumari und Selvi – ich bin unendlich stolz auf Euch, ganz unabhängig von den Ergebnissen (die wir erst im Laufe des Mais erfahren).

Mir liegt die Ausbildung von jungen Frauen in Indien ganz besonders am Herzen, da sie in meinen Augen die Grundlage für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben ist. Mädchen ohne Bildung sind in Indien leider "Freiwild" für die patriarchalische und frauenfeindliche Gesellschaft. Ich bin so dankbar für alle Menschen, die Heartkids dabei unterstützen, diese Arbeit tun zu können! Ich weiß Euer Vertrauen sehr zu schätzen und mir ist es enorm wichtig, dass Eure Spenden in Indien best möglich eingesetzt werden - damit eben mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, der größt mögliche Erfolg erzielt werden kann - für eine gerechtere und friedlichere Welt.

DANKE von Herzen für all die Unterstützung und einen schönen Frühling wünscht

Judith Retz

(Gründerin und 1. Vorsitzende von Heartkids e.V.)

Unsere Arbeit ist nur mit Euren Spenden möglich! 
Kontoinhaber: Heartkids e.V.
Konto-Nr.: 79 23 501 200
BLZ: 430 609 67
IBAN: DE38 4306 0967 7923 5012 00
BIC: GENODEM1GLS 

DANKE von Heartkids und Renu

So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt,
so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber,
sondern hielt mich an dem Gedanken, daß es jedem von uns verliehen sei,
etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen.
(Albert Schweitzer)

 

Liebe Mitmenschen,

es ist unglaublich - es ist vollbracht: Nur wenige Tage nach meinem Spendenaufruf per Rundbrief für die Rettung von „Renus Nest“ sind die 30 000 Euro Rest-Pacht komplett.

Niemals nie hätte ich das geglaubt – Weihnachten war doch gerade vorbei und alle hatten eigentlich ihre „Pflicht erfüllt“. Aber eben nur eigentlich. Manchmal ist Weihnachten auch im Februar! Wunder sind möglich, wenn wir uns berühren lassen vom Leid und vom Mut unserer Mitmenschen.

Renu schreibt:

„Wie werde ich jemals fähig sein, meine Dankbarkeit auszudrücken - Dir gegenüber, Engel, und allen anderen, die diese Mission gerettet haben. Es wurde nur durch wahre Liebe und Gottes Segen möglich.“

DANKE an alle, die sich haben berühren lassen von diesem außergewöhnlichen Projekt. Danke an die, die geteilt haben – sei es finanziell, sei es durch das Verbreiten meines Briefes, sei es durch ihr Dasein. Danke an alle, die mit ihrer Großzügigkeit ein Teil dieser Mission geworden sind. Danke für das Vertrauen.

Sobald das Geld bei Renu ist (das dauert noch etwas wegen Sicherheitsfristen auf betterplace u.ä.), wird es dem Eigentümer übergeben. Und dann steht 25 weiteren Jahren wertvoller Arbeit im Kriseninterventionscenter „Samadhan“ hoffentlich nichts mehr im Wege!

Etwaige überschüssige Spenden werden in die Steuer, die einmalig für die Gesamtpacht (10%) entrichtet werden muss, in Dachreperaturen und in einen eigenen Brunnen und/oder eine Solaranlage fließen, da es Widersachen des Projekts regelmäßig gelingt, die Frauen durch Korruption von Wasser und Strom abzuschneiden.

Die wahren Heldinnen sind für mich die jungen Frauen selbst. Sie haben unfassbares Leid erlebt, aber sie haben es überlebt und sind fest entschlossen, sich zurück zu kämpfen ins Leben! Sie haben ihr schützendes Nest mehr als verdient - damit sie eines Tages wieder flügge werden können. Ich bin mit meinem Herzen bei ihnen.

Alles Liebe

Judith Retz für Heartkids e.V. (mit Renu)

Renu und Judith

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S. Ich bitte um etwas Geduld bezüglich Beantwortung der zahlreichen E-Mails und dem Erstellen aller Spendenquittungen. Die Hilfewelle hat auch einen großen Berg Arbeit erzeugt, der nun in den nächsten Wochen abgetragen wird.

 

Wichtige Heartkids-News - indische Gewaltopfer brauchen unsere Hilfe

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Willst du reich werden, so gib. Geben macht reich, Festhalten arm.
Benutze jede Gelegenheit, um mitzuteilen, und Liebe zu geben.

(Eva von Tiele-Winckler)

 

 

Liebe bekannte und unbekannte Menschen,

ich komme gerade zurück von einem tief ergreifenden Kurzbesuch bei Renu und ihren Mädchen in Nord-Indien. Es war eine der berührendsten, schockierendsten und trotzdem auch schönsten Wochen meines bisherigen Lebens: Mit meiner geliebten Seelengefährtin Renu zusammen zu sein und sie hautnah bei ihrer Arbeit, ihrer Mission zu erleben - ein Geschenk.

Renu und Judith auf dem Weg in einen Slum

Als Anwältin, Sozialarbeiterin und Frauenrechtlerin setzt sie sich mit aller Kraft und Liebe für die Opfer sexueller Gewalt ein. Die Mädchen und Frauen haben das Schlimmste erlebt, mussten Grausamkeit erfahren, welche meine Vorstellungskraft übersteigt – und ich habe wahrlich schon vieles erlebt…

Es fällt mir nicht leicht, Euch um Unterstützung zu bitten, aber es geht nicht um mich und es eilt - und so ist das ein dringender Hilfeaufruf, der gerne geteilt werden darf mit Menschen, die etwas übrig haben und das sinnvoll investieren möchten - in eine bessere, eine gerechtere Welt.

Renu nimmt Opfer von Gruppenvergewaltigungen auf, befreit junge Frauen aus grausamen Gewalt-Beziehungen, sie arbeitet in Slums, rettet Mädchen “ohne Identität” vor dem sicheren Tod, nachdem sie auf geheimen Vergnügungspartys stundenlang von hohen Politikern missbraucht wurden. Renu befreit Kinder aus Zwangsprostitution und gibt Mädchen eine Stimme, die von ihren Peinigern mundtot gemacht werden sollen.

Mädchen im Slum sind Freiwild

50 junge Frauen finden in ihrem Kriseninterventionscenter “Samadhan” Schutz, bleiben dort bis zu fünf Jahre. Sie erhalten nicht nur eine Traumatherapie und Begleitung bei ihrem Prozess, sondern auch ein Studium, überwiegend im Bereich Jura, damit aus Opfern eines Tages Anwältinnen werden, die sich für die Rechte anderer Frauen einsetzen. Rund 1700 zertifizierte Anwältinnen sind bereits aus Renus Arbeit hervorgegangen.

Renus gerettete Mädchen

Für die laufenden Kosten konnte dir 53-Jährige bisher immer selbst aufkommen, doch nun geht es um die Pacht für die nächsten 25 Jahre. Dank der treuen Heartkids-Spender konnte im Januar eine Anzahlung von 15 000 Euro gemacht werden und es sind weitere Spenden eingegangen. An dieser Stelle ein riesiges DANKESCHÖN dafür. Diese Hilfe hat mich zutiefst berührt und die Anzahlung hat es möglich gemacht, dass die „Vögel“, wie Renu ihre Mädchen liebevoll nennt, überhaupt noch in ihrem schützenden Nest sein können zum jetzigen Zeitpunkt!

Aber UNS FEHLEN NOCH 30 000 Euro, die bis Ende April beim Hausbesitzer in Dehradun sein müssen: Wir brauchen also 300 x 100 Euro oder 3000 x 10 Euro oder auch 30 x 1000 Euro!

Um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen, Renus Mission in diesem Gebäude zu beenden, hat der Anwalt des Vermieters bereits eine Etage abgesperrt und 30 Mädchen warten dringend auf Unterkunft. Es war so traurig, diese verriegelte Türe zu sehen.

Kriseninterventionscenter SAMADHAN

Dieses außergewöhnliche Projekt hat keine Chance, eine andere Bleibe zu finden, dazu gibt es zu viele Feinde. Männliche Gewalt ist leider fester Bestandteil im indischen Alltag und Frauen, die sich wehren, werden als Bedrohung empfunden. So wird mit allen Mitteln versucht, diese Arbeit zu stoppen: Renus Vater wurde von ihren Widersachern ermordet, ihr Ehemann entführt, sie selbst im Auftrag hoher Minister von Polizisten brutal ins Koma geschlagen - doch all das kann sie nicht stoppen. Renu verbittert und zerbricht nicht an dem Leid, was sie erlebt - sie wächst daran, geht ihren Weg stets mutig weiter. Für ihre Schützlinge. Für die Gerechtigkeit. Aus Liebe zu den Töchtern Indiens.

Im Gespräch mit Renu und ihren Mädchen

BITTE helft Renu mit Heartkids e.V., dass sie ihre beispiellose Mission weiterführen kann. Alle Spenden landen zu 100% in Form der Pacht beim Vermieter. Zuwendungsbestätigungen werden unter Angabe der Postanschrift von mir persönlich ausgestellt.

Bilder von meinem Besuch im Projekt gibt es hier:

Galerie

Für weitere Fragen stehe ich gerne persönlich zur Verfügung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es wäre eine große Hilfe, wenn Ihr Freunde, Bekannte und Firmen auf dieses Projekt aufmerksam machen könntet oder auch Kontakte zu Medien herstellen würdet, damit ich eine Plattform habe für dieses so wichtige Anliegen.

Ich danke Euch von Herzen für Eure Unterstützung, in welcher Form auch immer!

Alles Liebe

Judith Retz

(Gründerin und 1. Vorsitzende von Heartkids e.V.)

Spenden mit dem Stichwort „Renu“ bitte auf unser GLS-Konto:

Kontoinhaber: Heartkids e.V.

Konto-Nr.: 79 23 501 200
BLZ: 430 609 67
IBAN: DE38 4306 0967 7923 5012 00
BIC: GENODEM1GLS
 
oder über betterplace:
 
Fotos (von Richard Dvořák):
1. Renu und Judith auf dem Weg in einen Slum
2. Mädchen in den Slums sind nicht registriert und damit "Freiwild" für Kinderhändler
3. Aus Opfern werden Überlebende, die sich als Anwältinnen für Frauenrechte einsetzen
4. Das Frauenhaus, eine "Schutzburg" gegen weitere Angriffe von außen
5. Judith im Gespräch mit Renu und ihren Schützlingen